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Die Firmengeschichte

Zur Entstehung der lokalen Anwaltsuchen von Lokaler-Anwalt.de
und der Geschichte der Site2Site GbR


Die Idee
oder wie ich mit dem Recht zu tun bekam

Es begann mit einer Wegbeschreibung. Ich betrieb eine Internetseite für meine Band und im Frühling 1999 lud ich darauf auch zu einer Studentenfeier ein. Neben bunten Schriften, Bildern von Bratwürsten und downloadbaren Biergutscheinen zeigte ich einen Lageplan, frisch ausgeschnitten aus der Straßenübersicht eines Stadtplandienstes. Die Gäste fanden dank dieser modernen Idee gut zu uns, einige Monate später allerdings - die Einladung hatte ich einfach im Internet vergessen -  auch die Post von Anwälten.
Soweit ich verstand, wurde die Verwendung des Stadtplanauschnittes beanstandet und ich sollte fast 10000 DM bezahlen. Eins stand fest: das wollte und konnte ich nicht bezahlen. Ich brauchte zum ersten Mal in meinem Leben einen Rechtsanwalt. Ich war, ohne zu übertreiben, panisch.

Umständlich und schwierig gestaltete es sich für mich damals, einen Rechtsanwalt zu finden. Ich fragte Freunde (erfolglos),  konsultierte das noch junge Internet (nichts), wälzte das Branchenbuch (überfordert) und rief letztlich einfach zahllose Anwälte an. Ich wusste nichts von Rechtsgebieten, Fachausrichtungen und Spezialisierungen, die Anwälte ihrerseits oft nichts vom Internet und der dortigen Rechtslage.

Mein Freund Ráfael kontaktierte mich, er hatte seinerseits einen Freund, der einen Anwalt kannte, der sich mit  - aha - Urheberrecht und Internet auskannte. 
Der empfohlene Anwalt half mir, die Abmahnung zu verstehen (indes leider auch mein Fehlverhalten nachzuvollziehen). Mit seiner Hilfe kam ich zwar um die Zahlung einer gewissen Summe nicht herum, diese war jedoch am Ende deutlich geringer als die anfangs verlangte. 


Unsere Mission: Einen Anwalt einfach finden

Ich stellte zweierlei fest: Erstens stehen die Lebenswelt der Menschen mit ihren Problemen und Worten und die formalisierte, spezialisierte Welt der Rechtswissenschaft sich manchmal konträr gegenüber. Es ist für den  Normalbürger  schwierig, sich darin  zu orientieren. Selbst dann, wenn man nur einen Anwaltsbrief verstehen will oder einen Anwalt finden muss, der einem diesen erklärt.
Zweitens war es nicht möglich, schnell und unkompliziert einen passenden Anwalt im Internet ausfindig zu machen.

Und so beschlossen mein Kommilitone Ráfael Schreiber und ich im Sommer 1999, eine einfach zu verstehende Anwaltsuchmaschine für das Internet zu entwickeln. Unser Konzept war dabei: Lokal und auf die einzelnen Städte ausgerichtet bleiben. Nicht Größe, sondern Spezialisierung war der Leitgedanke. Und: Man sollte kein Spezialist sein müssen, um einen passenden Anwalt für sein Problem zu finden.

Innerhalb weniger Wochen hatten wir unseren ersten Prototypen entwickelt und online gestellt. Wir wählten Hamburg als erste Stadt für unser Konzept einer lokal ausgerichteten Anwaltssuche.
Mit meinem alten Opel Kadett fuhren wir nach Hamburg, im Kofferraum unzählige Infomaterialien, und gaben diese persönlich bei mehreren hundert Kanzleien in der Hamburger Innenstadt ab. Im September des Jahres veröffentlichte das Hamburger Abendblatt dann eine Meldung über den Start unseres Unternehmens: Hamburger-Anwalt.de. Viele Rechtssuchende besuchten daraufhin unsere Seite und auch unser Telefon stand nicht mehr still: immer mehr Rechtsanwälte wollten bei uns eingetragen und gefunden werden. 


Von der Unternehmung zum Unternehmen

Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets anfang des Jahrtausend wuchsen unsere Besucherzahlen und die Zahl unserer Kunden. Wir erneuerten unsere Webseite mehrfach und verfeinerten unser Angebot entsprechend der Wünsche und Anforderungen unserer Besucher. In Zusammenarbeit mit einem festen Team aus Designer, Programmierer und Rechtsanwalt wurden neue Ideen umgesetzt, wir lernten aber auch die betriebswirtschaftlichen, kommunikativen und technischen Herausforderungen zu meistern. 

Die Site2Site GbR wurde gegründet und mit der Erweiterung unserer Idee auch die Dachmarke "Lokaler-Anwalt.de", die heute viele Rechtssuchende anzieht. Denn mittlerweile werden Gedanken und Stichworte des unkundigen Suchenden in juristische Fachbegriffe und Rechtsgebiete übersetzt, so wie wir es immer wollten.Auf unsere Suchmaschine mit dieser "Übersetzungsfunktion" sind wir stolz. Ebenso auf die geografische Umkreissuche. Wir haben an beidem intensiv gearbeitet und unterscheiden uns darin von zahlreichen Wettbewerbern. Nicht zuletzt haben Partnerschaften mit anderen rechtsbezogenen Seiten wie z.B. anwalt.de unsere Vernetzung im Bereich Recht erhöht und den Stand des Unternehmens gefestigt.


Sinn und mehr

Die Fragen "Wie können wir unsere Dienstleistung verbessern?" und "Wie können wir als Firma wachsen?" bewegten uns all die Jahre. Doch langsam reifte auch der Gedanke, dass wir als Unternehmer etwas weiter schauen sollten. Mir wurde das bewusst, als ich in der Zeitung las, dass die 50.000 Rechenzentren in Deutschland pro Jahr über zehn Milliarden Kilowattstunden Strom verbrauchen. Das entspricht der Stromproduktion von drei großen Kohlekraftwerken oder einem Atomkraftwerk.

Uns wurde klar, dass auch wir mit unserer scheinbar sauberen Internetfirma die Umwelt beeinträchtigen. 2009, also erst zehn Jahre nach der Gründung des Unternehmens, stellten wir uns vollkommen neue Fragen: "Was können wir für die Gesellschaft tun?", "Was können wir für die Umwelt tun?". Und wir beantworteten sie für uns. (Unser Bericht zeigt wie.)

Bloßes Wachstumsdenken reicht uns nicht mehr. Nachhaltigkeit, Qualität und Service bilden zunehmend die Pfeiler unseres Unternehmens. 


Die Zukunft

Welche Bedeutung hat zukünftig das Suchen und Finden eines Anwalts im Internet? Wir denken, dass Anwälte bald fast ausschließlich über das Netz gefunden werden, wenn man von persönlichen Emfehlungen absieht. Doch schon jetzt überbieten sich die Webseiten und Verzeichnisse im bloßen Auflisten von Anwaltsdaten und konkurrieren um Aufmerksamkeit. Selbst große Suchmaschinen wie google bieten schon von selbst erhebliche Informationspotenziale in diesem Bereich. Der Nutzer benötigt aber Hilfe bei der Auswahl von jemandem, dem er vertraut.

In die Schaffung von Vertrauen, von inhaltlicher und qualitativer Relevanz muss die Entwicklung eines Anwaltsverzeichnisses gehen.
Wir bemühen uns, diesen zukunftsträchtigen Weg zu beschreiten.
26.04.2011

 

 



 
Kanzlei aktuell

Rechtsanwalt
Sascha Böttner

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